CRM-Systeme sind meistens Schmerzen, Kompromisse und Rechnungen mit fünf Nullen. Salesforce ist der Branchenstandard, aber seine Oberfläche steckt im Jahr 2010 fest und die Preise in der Stratosphäre. Twenty bietet eine Alternative.
Twenty ist eine Open-Source-CRM auf modernem Stack (React, Node.js, PostgreSQL). Die Oberfläche ist minimalistisch, dunkel, panelorientiert. Sie erinnert eher an Notion als an Salesforce — und das ist ein Kompliment.
Grundfunktionen
- Kontakte und Unternehmen — mit benutzerdefinierten Feldern, Tags, Notizen
- Deals — Kanban-Board, Phasen, Beträge, Wahrscheinlichkeiten
- Aufgaben — Verknüpfung mit Kontakten und Deals, Fälligkeitsdaten
- Timeline — Historie der Kundeninteraktionen: E-Mails, Anrufe, Treffen
- API und Webhooks — Integration mit externen Diensten
Die Filterung ist mächtig: Komplexe Segmente lassen sich über beliebige Felder erstellen. Export als CSV. Import aus anderen CRM.
Self-Hosting
Docker Compose, PostgreSQL, Redis. Anforderungen: 2 GB RAM. Die Einrichtung ist einfach, aber die E-Mail-Integration erfordert Konfiguration: ein Mail-Server für den Versand und IMAP/OAuth für den Empfang muss eingerichtet werden.
Anpassung
Twenty ist auf einer modularen Architektur aufgebaut. Man kann benutzerdefinierte Objekte, Felder und Beziehungen erstellen. Die GraphQL-API gibt Zugriff auf alle Daten. Frontend-Komponenten können über ein Plugin-System erweitert werden (in aktiver Entwicklung).
Was fehlt
Kein eingebauter E-Mail-Versand. Keine Marketing-Automatisierung. Das Berichtswesen ist basisch — wenige benutzerdefinierte Dashboards und Diagramme. Keine mobile App.
Fazit
Twenty ist die beste Open-Source-CRM für Teams, die über Google Sheets hinausgewachsen sind, aber nicht 25-150 $ je Nutzer und Monat zahlen wollen. Ideal für B2B-Verkäufe in Unternehmen bis 100 Personen.