Manchmal wünscht man sich ein Backend, das keine 15 Microservices, Kubernetes und ein Fünf-Personen-Team benötigt. PocketBase ist genau so ein Fall: Eine Binary herunterladen, starten — und schon hat man eine fertige Datenbank, REST-API, Admin-Panel und Authentifizierung.
Was drin steckt
PocketBase basiert auf SQLite und ist in Go geschrieben. Das ist entscheidend: keine externen Abhängigkeiten, kein PostgreSQL. Die 20 Megabyte große Binary enthält das gesamte Backend.
- Datenbank — SQLite mit Migrationen direkt integriert
- Authentifizierung — E-Mail/Passwort, OAuth2 (Google, GitHub, Apple und weitere), Passwort-Zurücksetzen
- Dateispeicher — Datei-Upload, Bildgrößenanpassung, tokenbasierter Schutz
- Admin-Panel — Verwaltung von Collections, Benutzern, Log-Einsicht
- Realtime — Abonnements auf Datenänderungen via Server-Sent Events
Die API wird automatisch basierend auf dem Collection-Schema generiert. Eine Collection „posts" im Admin-Panel erstellt — sofort stehen CRUD-Endpoints bereit.
Erweiterbarkeit
PocketBase lässt sich in Go erweitern: benutzerdefinierte Routen, Hooks, Middleware, WebSockets. Das verwandelt es von einem einfachen Backend-as-a-Service in ein vollwertiges API-Framework. Für JavaScript/TypeScript-Entwickler gibt es ein SDK.
Einschränkungen
SQLite ist nicht für High-Write-Szenarien geeignet. Bei Tausenden gleichzeitiger Schreibvorgänge pro Sekunde sollte man sich PostgreSQL ansehen. Horizontale Skalierung fehlt: PocketBase läuft auf einem Server. Für 95 % der Projekte ist das jedoch mehr als ausreichend.
Für welche Projekte geeignet
MVPs und Prototypen, interne Tools, Admin-Panels, Mobile-Backends, SaaS in der Frühphase. Alles, wo man schnell eine funktionierende API ohne überflüssige Infrastruktur benötigt.