Figma: Wie ein Browser-Editor den Designmarkt eroberte
2016 arbeiteten Designer in Sketch auf dem Mac, verschickten Dateien per Dropbox und beteten, dass niemand die neueste Version überschrieb. Adobe XD versuchte aufzuholen, stockte aber selbst auf leistungsstarken Maschinen. Dann kam Figma — ein Browser-Editor, über den man zunächst lachte („Vektorgrafik im Browser? Ernsthaft?"), und der 5 Jahre später für 20 Milliarden Dollar gekauft wurde.
Heute ist Figma der Standard für UI/UX-Design.
Offizielle Website: figma.com
Architektur, die die Regeln änderte
Figmas technischer Unterschied: Es ist keine „Webversion einer Desktop-App", sondern eine native WebGL-Anwendung, geschrieben in C++ und in WebAssembly kompiliert. Deshalb:
- GPU-Rendering. Hardwarebeschleunigter Canvas via WebGL. Läuft flüssiger als Sketch auf einem MacBook Pro.
- Echtzeit-Multiplayer. Synchronisiert Vektorkurven und boolesche Operationen mit unter 100ms Latenz.
- .fig-Format. JSON-artige Struktur, zugänglich via REST API.
Preise
- Starter (kostenlos): 3 Figma-Dateien, unbegrenzte persönliche Projekte
- Professional ($15/Monat/Editor): Unbegrenzte Dateien, Team-Bibliotheken
- Organization ($45/Monat): SSO, Audit
- Enterprise ($75/Monat): Dedizierte Server
Figma Partnerprogramm
Typ: Geschlossenes Partnerprogramm Zugang: Antrag erforderlich, Fokus auf Agenturen und Bildung
Figma hat kein klassisches Affiliate-Programm. Alternativen: UI-Kits verkaufen, Kurse anbieten.
Bewertung: 5/5 (Tool), 2/5 (Affiliate-Produkt)