BigCommerce: 12 Funktionen, für die sich diese E-Commerce-Plattform lohnt

Aufschlüsselung der wichtigsten BigCommerce-Funktionen — von B2B-Tools bis zu Headless-Commerce. Wie sich die Plattform von Shopify unterscheidet und für wen sie am besten geeignet ist.

BigCommerce: 12 Funktionen, für die sich diese E-Commerce-Plattform lohnt

BigCommerce wird oft mit Shopify verglichen. Formal sind beide SaaS-Plattformen für Online-Shops. Aber BigCommerce geht einen anderen Weg: Statt eines Ökosystems aus tausenden kostenpflichtigen Apps bietet es leistungsstarke Funktionen von Haus aus. Schauen wir uns an, was man direkt nach der Registrierung bekommt.

1. Page Builder auf Makeswift

Ein visueller, codefreier Seiteneditor. Blöcke ziehen — eine individuelle Landingpage erhalten. Anders als bei Shopify, wo man für einen ordentlichen Page Builder extra bezahlen muss (Shogun, PageFly), ist er hier integriert.

2. Catalyst Storefront

Ein gebrandetes Headless-Frontend auf Next.js. Entwickler bekommen einen modernen Stack, das Business profitiert von sofortigem Seitenaufbau und vollständiger Anpassbarkeit. One-Click-Launch. Shopify brachte Hydrogen als Gegenstück heraus, aber Catalyst war zuerst da.

3. Optimierter Checkout

Ein einseitiger Checkout, der laut BigCommerce 37% schneller ist als die Vorgängerversion. Unterstützung für Apple Pay, Google Pay, Amazon Pay und Buy-now-pay-later-Dienste. Entscheidend — keine Strafen bei Nutzung eines Drittanbieter-Zahlungsanbieters. Wählt den mit dem besten Prozentsatz.

4. B2B — kein Add-on, sondern Kern

BigCommerce wurde als #1 B2B-Plattform im Mid-Market Report 2025 von Paradigm ausgezeichnet. Von Haus aus: Preisgruppen, Preislisten auf SKU-Ebene, Großhandelspreise, Bestellung per Purchase Order, Angebote. 391% ROI über drei Jahre mit der B2B Edition. Shopify macht B2B nur mit Basisfunktionen.

5. Multi-Storefront

Mehrere Marken, Länder oder Preissegmente von einem Dashboard aus verwalten. Neue Marke gelauncht — separate Storefront bereitgestellt, ohne das Backend zu duplizieren.

6. Feedonomics Surface

In allen Tarifen enthalten. Synchronisiert automatisch den Produktkatalog mit Google Shopping, Meta, TikTok, Amazon, Walmart. Händler, die Surface nutzen, zeigten +24% GMV im Jahresvergleich (November 2025). Fertige Feeds für Werbekanäle sparen Stunden manueller Arbeit.

7. SEO von Haus aus

Benutzerdefinierte URLs, Meta-Tags, robots.txt, facettierte Suche auf Elasticsearch. Keine zusätzlichen Apps nötig. Shopify hat im Vergleich Probleme mit der URL-Struktur-Anpassung — einige Slugs sind vom System fest vorgegeben.

8. Gutscheine und Rabatte — über 70 Typen

Stapelbare Gutscheine, versandbasierte Einschränkungen, Treuecodes, automatische Aktionen. Ohne Skripte, ohne Drittanbieter-Apps. Bei Shopify sind Basis-Rabatte kostenlos, aber BOGO und komplexe Regeln erfordern kostenpflichtige Apps.

9. Internationaler Handel

Multi-Währung (60+ Währungen), Preisangabe in lokaler Währung, automatische Umrechnung. Echtzeit-Versandkostenberechnung über ShipperHQ.

10. Blog und Content

Integrierter Blog. Shopify hat die Blog-Funktionalität auf ein Minimum reduziert, sodass man WordPress oder kostenpflichtige Apps nutzen muss. BigCommerces Blog ist ordentlich — mit SEO-Einstellungen und RSS.

11. API und Headless

Vollständige REST-API, Webhooks, GraphQL. WordPress-Integration über offizielles Plugin, Acquia-Integration für Enterprise-Content. Wer ein eigenes Frontend auf React/Next.js möchte — Catalyst liefert eine Startvorlage von Haus aus.

12. Sicherheit

Kostenloses HTTPS und dediziertes SSL in allen Tarifen. Plattform auf Google Cloud mit Cloudflare-Caching.

Preise

  • Core — $39/Monat: bis zu $30K GMV/Jahr, mobile Seite, Checkout, Basis-Gutscheine.
  • Growth — $105/Monat: bis zu $100K GMV, Warenkorbabbrecher-Wiederherstellung, Kundensegmentierung, gespeicherte Kreditkarten.
  • Scale — $399/Monat: bis zu $400K GMV, erweiterte Produktfilterung, Preisgruppen, benutzerdefinierte facettierte Filterung.
  • Performance — ab $800/Monat: individuelle GMV-Grenze, alle Funktionen ohne Einschränkungen.

Wer BigCommerce statt Shopify wählen sollte

BigCommerce schlägt Shopify in drei Szenarien: (1) Ihr verkauft im B2B-Segment und braucht Preisgruppen, Angebote und Purchase Orders; (2) Ihr wachst und wollt nicht für monatliche Abos von 20+ Shopify-Apps pleite gehen; (3) Ihr braucht SEO-Kontrolle und Headless-Architektur ohne Kompromisse.

Shopify bleibt einfacher für Anfänger. Aber wenn Ihr Shop die $50K-Umsatzmarke überschritten hat — wird BigCommerce interessanter. Einfache Mathematik: Shopify berechnet eine Transaktionsgebühr, wenn man nicht Shopify Payments nutzt. BigCommerce nicht. Bei höheren Volumen summiert sich der Unterschied auf tausende Dollar.

Offizielle Website: https://bigcommerce.com Fazit: 8,5/10. Eine leistungsstarke Plattform für wachsende Shops, besonders B2B. 1,5 Punkte Abzug für die höhere Einstiegshürde im Vergleich zu Shopify und ein weniger aktives Ökosystem von Drittanbieter-Entwicklern.