Better Stack: Observability für alle, die von Datadog genug haben

Better Stack im Test (ehemals Better Uptime): Logs, Monitoring, Incidents und Status Pages in einem Dienst. Tarife, Features und eine ehrliche Analyse.

Der Observability-Markt ist längst zwischen Datadog (teuer), Grafana (komplex) und New Relic (mittel) aufgeteilt. Better Stack kommt von einer dritten Seite: schön, einfach und ohne sechsstellige Rechnungen. Das 2021 gegründete tschechische Startup hat eine Kombination aus Uptime Monitoring, Log Management und Status Pages unter einem Dach vereint.

Website: betterstack.com

Was steckt drin

Better Stack besteht aus drei Produkten, die sich einzeln oder zusammen nutzen lassen:

Better Uptime – Verfügbarkeitsüberwachung von Websites und APIs. Checks alle 30 Sekunden von mehreren Standorten, Fehler-Screenshots, Alerts per Slack, Telegram, Discord. Unterstützt nicht nur HTTP, sondern auch Ping, TCP, SSL und DNS. Es gibt mehrstufige Check-Szenarien – Sie können einen Benutzerpfad simulieren.

Better Logs – Log-Aggregation mit Suche, Filtern und Live-Tail. Unter der Haube läuft ClickHouse, daher ist die Suche durch Gigabytes an Logs sofort. Integrationen mit Dutzenden von Frameworks: vom einfachen Syslog bis zu Vercel, Heroku und Kubernetes.

Better Status Pages – Hosting von Statusseiten auf Ihrer eigenen Domain. Schön, anpassbar, mit automatischer Statusaktualisierung aus dem Monitoring. Besucher können E-Mail-/SMS-Benachrichtigungen zu Incidents abonnieren.

Preise

Das Monitoring beginnt mit einem kostenlosen Tarif (10 Monitore, Checks alle 3 Minuten). Freelance für 5 $/Monat bietet 20 Monitore und 30-Sekunden-Checks.

Logs: kostenlos 1 GB/Tag mit 3 Tagen Aufbewahrung. Bezahlte Tarife ab 15 $/Monat für 5 GB/Tag und 15 Tage Aufbewahrung. Enterprise – unbegrenzt.

Status Pages ab 20 $/Monat für die Basisversion mit einem Administrator-Abonnenten.

Kombi-Tarife beginnen bei 49 $/Monat für alles zusammen – vernünftig für ein Team von 3–5 Personen.

Was gut ist

Das Design. Im Ernst, selten kann man das Interface eines Observability-Tools als schön bezeichnen. Better Stack hat eine minimalistische, moderne UI geschaffen, in der man sich gerne aufhält. Kein Grafana mit seinen endlosen Configs und kein Datadog mit überladenen Dashboards.

Die Geschwindigkeit der Log-Suche ist der wichtigste technische Vorteil. ClickHouse unter der Haube ermöglicht eine wirklich sofortige Volltextsuche in Logs. Zum Vergleich: ELK fängt bei Dutzenden Gigabytes an zu schwächeln, hier fliegt alles.

Onboarding – fünf Minuten von der Registrierung bis zum ersten Monitoring. Integrationen mit beliebten Hosting-Anbietern (Vercel, Netlify, Railway, Heroku) per Mausklick.

Was nicht so gut ist

Better Stack ist ein junges Produkt, und das spürt man. Einige Features sind noch roh: RBAC ist eingeschränkt, benutzerdefinierte Dashboards sind noch in der Beta. Wer an die Flexibilität von Grafana mit seinen Plugins und Transformationen gewöhnt ist, findet so etwas hier nicht.

Der Log-Preis steigt bei großen Volumen schnell. Wenn Sie 100+ GB Logs pro Tag produzieren, können Datadog oder selbst gehostetes ClickHouse günstiger sein. Better Stack ist auf kleine und mittlere Teams zugeschnitten – für Enterprise ist es noch zu früh.

Fazit

Better Stack ist ein erfrischender Spieler im Observability-Markt. Ideal für Startups und Teams bis 20 Personen, die Monitoring, Logs und Status Pages ohne Schmerzen wollen. Schön, schnell, mit einem fairen kostenlosen Tarif. Wenn Sie den Tool-Zoo satt haben – probieren Sie es aus, es wird Ihnen wahrscheinlich gefallen.