Aeza vs FirstVDS: Budget-VPS in Europa oder Russland — was nehmen

Vergleich Aeza vs FirstVDS: Tarife, Netzwerkgeschwindigkeit, Standorte, Control Panels. Europäisches vs. russisches Hosting — wer gewinnt 2026.

Aeza vs FirstVDS: Europa gegen Russland

Manchmal braucht man nicht den billigsten VPS der Welt, sondern einfach einen guten Server zu vernünftigem Preis. Auf diesem Feld treffen Aeza (registriert in den Niederlanden, Rechenzentren in Europa) und FirstVDS (russischer Hosting-Anbieter mit 15-jähriger Geschichte) aufeinander. Vergleichen wir fair.

Tarife: Wer bietet was

Aeza — Einstiegs-VPS „Start" (€2,90/Monat):

  • 1 vCPU (AMD EPYC)
  • 1 GB RAM DDR5
  • 15 GB NVMe
  • 10 TB Traffic (1 Gbps)
  • Standort: Niederlande

FirstVDS — VPS „Standard-1" (~€3,30/Monat in Rubel):

  • 1 vCPU (Intel Xeon Gold)
  • 1 GB RAM
  • 25 GB NVMe
  • ∞ Traffic (Geschwindigkeitsbegrenzung: 100 Mbit/s)
  • Standorte: Moskau, Jekaterinburg, Nowosibirsk u.a.

FirstVDS wirkt bei Speicher und Traffic großzügiger, drosselt aber die Geschwindigkeit auf 100 Mbit/s. Aeza liefert ehrliches Gigabit — und das spürt man.

Performance und Hardware

Aeza setzt AMD EPYC mit DDR5 ein — aktuelle Hardware, hoher IPC. Benchmarks (Geekbench, YABS) zeigen überdurchschnittliche Ergebnisse. Speichersystem: NVMe, Lese-/Schreibgeschwindigkeit stabil über 1 GB/s.

FirstVDS verwendet Intel Xeon Gold — auch nicht schlecht, aber ältere Architektur. NVMe-SSDs sind schnell, ohne Einbrüche. Insgesamt betreiben beide Anbieter kein exzessives Overselling — die Performance ist stabil.

Netzwerk und Standorte

Hier liegt der entscheidende Unterschied:

Aeza arbeitet in den Niederlanden (Amsterdam). Hervorragender Uplink, direkter Peering mit AMS-IX. Für europäische Zielgruppe: 5-30 ms Ping. Für Russland: 40-60 ms nach Moskau, weiter entfernt schlechter. Hauptvorteil: keinerlei Probleme mit internationalem Traffic, saubere europäische IP ohne Blockaden.

FirstVDS betreibt Rechenzentren in Russland: Moskau (DataPro, IXcellerate, Rostelecom), Jekaterinburg, Nowosibirsk, Kasan, Minsk. Für russische Zielgruppe: minimaler Ping (5-20 ms im Zentralrussland). Aber internationaler Traffic hat Verzögerungen, und westliche Dienste können wegen russischer IPs zickig sein.

Interessant: FirstVDS hat „Auslands"-Tarife mit Standorten in den Niederlanden und Deutschland — aber mit anderen Preisen und nicht allen Konfigurationen.

Control Panel

Aeza nutzt ein eigenes Panel. Schlicht, schnell, ohne visuellen Ballast. VNC-Konsole, OS-Neuinstallation, Snapshots — alles da. API vorhanden, aber eingeschränkt.

FirstVDS bietet ISPmanager Lite kostenlos in fast allen Tarifen. Ein vollwertiges Hosting-Panel: Website-Verwaltung, FTP, E-Mail, Datenbanken, LetsEncrypt per Klick. Für alle, die mit der Konsole nicht warm werden — ein großer Pluspunkt. Dazu ein eigenes Panel für die Serververwaltung (Neuinstallation, Monitoring).

Support

Aeza: Support via Telegram und Tickets. Schnelle Antworten auf Russisch, kompetent. Lösen Probleme manchmal sogar nachts.

FirstVDS: 24/7-Ticketsystem und Telefon während der Geschäftszeiten. Reaktionszeit 10-20 Minuten. Technisches Support-Niveau gut — die Leute kennen ihre Hardware.

Wann was nehmen

  • Aeza — wenn du eine europäische IP, Gigabit-Leitung, aktuelle Hardware und russischsprachigen Support brauchst. Hervorragend für VPN, europäische Projekte, Umgehung von Blockaden.
  • FirstVDS — wenn die Zielgruppe in RU/GUS ist, schneller Ping innerhalb Russlands gebraucht wird und ISPmanager als Zugabe willkommen ist. Ideal fürs russische Segment: Foren, Onlineshops, Firmenportale.

Preisfazit: Aeza ist etwas günstiger und bietet mehr Netzwerkgeschwindigkeit. FirstVDS kompensiert die bescheidene Leitung mit kostenlosem Panel und russischen Standorten.